Coaching - Beratung - Therapie:

Was ist der unterschied?

Die Begriffe Coaching und Beratung sind in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Viele Menschen, die Unterstützung suchen, fragen sich, was genau sie denn brauchen und was sich hinter welcher Bezeichnung verbirgt. Ich beschreibe im Folgenden eine gängige Unterscheidung, mit der ich arbeite und die ich selbst für sinnvoll halte.

 

Im Business-Kontext, also dort, wo Klienten vor allem berufliche Themen behandeln wollen, arbeitet ein Coach im Unterschied zum Berater vor allem prozessunterstützend. Er geht davon aus, dass sein Klient selbst in der Lage ist, Lösungen für seine Fragestellungen zu finden, und er ihn als Coach dabei professionell begleitet. Ein Berater hingegen gibt Ratschläge aus seinem Wissenshorizont heraus oder vermittelt entsprechende Kompetenzen.

 

Im privaten Kontext gibt es eine andere Unterscheidung. Ein psychologischer Berater arbeitet ebenfalls vor allem prozessunterstützend, er befasst sich jedoch vorranging mit privaten Anliegen und Konflikten seiner Klienten. Die Bezeichnung „Berater“ unterscheidet ihn in diesem Fall von den heilkundlich, d.h. therapeutisch tätigen Personen. Diese arbeiten mit Klienten, bei denen eine psychische Störung (z.B. Depression oder Angststörung) diagnostiziert wurde. Psychotherapeutisch arbeiten dürfen in Deutschland approbierte ärztliche und psychologische Psychotherapeuten sowie Heilpraktiker mit einer entsprechenden therapeutischen Ausbildung.

 

Ich selbst arbeite in meiner Praxis überwiegend prozessunterstützend und mit privaten Anliegen, jedoch sind die Grenzen zu beruflichen Fragestellungen oft fließend. Ebenso eröffnen sich im Laufe einer Beratung nicht selten tiefergehende Anliegen, die ein therapeutisches Herangehen erfordern. Deshalb bereite ich mich derzeit auf die amtsärztliche Überprüfung vor, um möglichst bald eine heilkundliche Zulassung als Heilpraktikerin für Psychotherapie zu erhalten.